MDG-Medienforum zur Generation Y

Die neuen hohen Anforderungen der Generation Y (Jahrgang 1980-1999) an die Arbeitgeber sind in aller Munde. Die MDG wollte es daher genauer wissen und hat einige Vertreter der Generation Y zu einer offenen Diskussion eingeladen – dem jungen MDG-Medienforum. Im Fokus stand dabei der Austausch über die Arbeit im Medienbereich der Bistümer sowie in Medienunternehmen. Zumal die MDG-Berater immer öfter zu hören bekommen, dass Stellen gerade in diesen Bereichen nur schwer besetzt werden können.

Nicht alles ist anders

Bei der Auswertung der Ergebnisse gab es durchaus Überraschungen. Es entstand der Eindruck, dass sich die Ansprüche der Zielgruppe an den Berufseinstieg nicht von den Zielen und Wünschen der Vorgänger-Generationen unterscheiden. Was sich jedoch grundlegend verändert hat, ist die Kraft der Durchsetzung und des Benennens. Durch die demografischen Verschiebungen ändert sich die Anzahl der Bewerber drastisch. Außerdem werden heute viele Themen mit einem vollständig anderen Selbstbewusstsein angesprochen und nachgefragt.

„Der Zeitgeist hat sich gewandelt und es geht – je nach Lebensphase unterschiedlich – um die Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben.“

Kirche als attraktiver Arbeitgeber?

Dabei kann der kirchliche Arbeitgeber bei jungen Leute durchaus punkten: Die Diskussionsteilnehmer stellten eindeutig dar, dass die Kirche als Sinnstifter viel zu bieten hat. Ihre öffentliche Darstellung wird jedoch als „uncool“ und zu vage empfunden. Außerdem sehen viele, die sich in einem säkularen Unternehmen bewerben möchten, einen kirchlichen Arbeitgeber im Lebenslauf eher als Hemmschuh.

Damit verbunden ist der offensichtlich verbreitete Eindruck, dass die kirchliche Hierarchie nicht die gleichen Aufstiegschancen bietet wie ein Wirtschaftsunternehmen. Jedoch gibt es auch in kirchlichen Organisationen Möglichkeiten zum Weiterkommen: Es gilt, sich innerhalb der Organisationen umzuschauen und geeignete Gestaltungsräume der eigenen Arbeit und Karriere zu finden.

Sicherheit, Freiheit, Glauben

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern war vor allem das Thema Arbeitsplatzsicherheit versus persönlicher Freiheit ein Anliegen. Wichtig sei als Gestaltungsrahmen, den Glauben zu leben, denn darin liege die Freiheit. Um diese Hypothese mit der Wirklichkeit der Personalabteilungen abzugleichen, führt die MDG derzeit Einzelinterviews. Die Ergebnisse werden in der nächsten Ausgabe des MDG-Newsletters vorgestellt.

Barbara Kothe, MDG-Beraterin, Kontakt: 089/54 58 89-35 oder per E-Mail an: kothe(at)mdg-online.de