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Foto: Sascha Hormel/ Pexels.com

Auf digitaler Mission für die Zukunft der Zeitung

Sinkende Leserzahlen, Fake News-Vorwürfe, wegbrechende Geschäftsmodelle – Zeitungen und Verlagshäuser leiden seit mehreren Jahren unter Veränderungen der Gesellschaft, des Marktes und Gratis-Konkurrenz aus dem Web. Einigen ist es jedoch gelungen, die digitale Transformation zu nutzen und Leser:innen mit neuen und innovativen Produkten zu überzeugen. Darunter die Frankfurter Allgemeinen Zeitung, kurz F.A.Z. .

Wir konnten exklusive Blicke hinter die Kulissen des Traditionsmediums werfen. Welche Mission die F.A.Z. verfolgt, wie sie ihre Ziele zu erreichen plant und wo sich kirchliche Medien etwas abschauen können:
 

5 Learnings, die wir vom Besuch der F.A.Z. mitnehmen
 

  1. Fokus auf den Digitalmarkt
    Der Leser- und Anzeigenschwund im Print-Bereich lässt sich aller Vorrausicht nach nicht umkehren, sodass Alternativen im Web gefunden und etabliert werden sollen. Mit dem Ziel von 300.000 Digital-Abonnenten konzentriert sich das Blatt vor allem auf den Online-Markt, entwickelt neue Digital-Produkte und baut sein Portfolio stetig aus. Mit weiterführenden Angeboten, zu denen auch Podcasts oder Blogs zählen. Ein crossmedialer Kosmos, dessen Einzelelemente im besten Fall voneinander profitieren.
     
  2. Aus zwei mach eins
    Die vormals separaten Abteilungen Digital Media und Lesermarkt arbeiten heute als Product & Sales-Team zusammen. Indem Organisationsstrukturen anpasst und Wege verkürzt wurden, kann auf Herausforderungen schneller und effizienter reagiert werden. Eine kundennahe Matrix entsteht, die Leser-Bedürfnisse erkennt und mit passenden Produkten darauf antwortet. Indem man die eigene Arbeit laufend analysiert, lernt man die Zielgruppe immer besser kennen. Und um es mit einer Weihnachtsmetapher zu sagen: Je näher man eine Person kennt, desto leichter fällt es, sie zu beschenken.
     
  3. Kunden unter der Lupe
    Woher kommen die Leser:innen? Wo bleiben sie? Wohin gehen sie? Mit diesen Fragen erstellt die F.A.Z. einen Lebenszyklus ihrer Kunden. Welche Berührungspunkte (z. B. Website oder Social Media) erfolgreich sind und Besucher:innen zu weiterführenden Angeboten locken (z. B. Probeabo), bedarf einer stetigen Analyse, um langfristige Bindung zu erreichen (Abschluss Digitalabo). Eine neue, digitale Form der Kundenbetreuung.
     
  4. Big Data
    Bei der Verbesserung ihrer Produkte hilft der F.A.Z. die Auswertung von User-Daten, aus der eine Vielzahl von Infos abgeleitet wird. Mit welchem Bild wird ein Artikel besser geklickt? Welche redaktionellen Inhalte funktionieren? Gibt es einen bestimmten Punkt, an dem besonders viele Kunden abspringen? Bewegt Werbung A oder Werbung B mehr User zum Abschluss?
    Wenn sich nach einer gewissen Zeit eindeutige Tendenzen ablesen lassen, kann dies dabei helfen, Produkte und Angebote attraktiver darzustellen und mehr Umsätze zu generieren. (Einen Crashkurs zum Thema Performance gibt es übrigens im Social Media ABC)
     
  5. Perspektivenwechsel
    Insbesondere im Product & Sales-Team steht ein Ziel oder Produkt im Fokus, vom dem ausgehend Mitarbeitende aus verschiedenen Fachbereichen zusammenkommen und sich für das Erreichen einsetzen. Diese Umkehrung von Prozessen und überdisziplinäre Arbeitsgruppen sollen für produktiven Workflow sorgen.

Bis 2025 möchte die F.A.Z. ihr selbstgestecktes Ziel von 300.000 Digital-Abonnenten erreichen. Welche Veränderungen uns bis dahin noch erwarten werden – sowohl in der Zeitungsbranche, als auch darüber hinaus? Das lässt sich nicht vorhersagen, umso wichtiger ist es, besser heute als morgen auf den Wandel zu reagieren und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln. Die MDG ist dabei gerne behilflich.

Ihr Kontakt:
Birgit Pottler-Calabria
Telefon: 089/54 58 89 90
pottler-calabria@mdg-online.de

und

Ariadne Klingbeil
Telefon: 089/54 58 89 20
klingbeil@mdg-online.de

Hier lesen Sie noch mehr zum Digital-Comeback der Zeitung.

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