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Foto: Pexels.com/ Kaboompics

Das Comeback der Zeitung – nur anders

Schon seit einigen Jahren verschiebt sich die Mediennutzung in Richtung Web. Lineares Fernsehen und Printmedien verlieren zunehmend an Beliebtheit, Streamingdienste, On-Demand-Angebote und E-Paper setzen sich dagegen immer mehr durch.
Die Corona-Pandemie ist für diesen Trend ein zusätzlicher Katalysator. Das Bedürfnis der Menschen in Deutschland nach fundierten Nachrichten und vertrauenswürdigen Informationsquellen ließ die Auflagen vieler Zeitungen im vergangenen Jahr deutlich steigen.

Wochenzeitungen wie die FAZ haben derzeit so viele Abonnenten wie noch nie, jedoch liest ein großer Teil davon nicht die Printausgaben, sondern entscheidet sich für das dazugehörige E-Paper. Die FAZ bietet hierfür sogar zwei Varianten ihres Papers an, dass die Leser je nach Vorlieben für Interaktivität abholt. Auch bei anderen Magazinen und Zeitungen, wie z.B. dem SPIEGEL gewinnt das Digitalgeschäft an Bedeutung und kann den Rückgang der Printabos immer besser auffangen. Hinzu kommen unterschiedlichste Abonnement-Angebote, die Altersgruppe und Interessen beachten.

Jede achte verkaufte Zeitung in Deutschland war im Jahr 2020 ein E-Paper. Bei den 14- bis 69-Jährigen verzeichneten Zeitungen im vergangenen Jahr laut BDZV mit dem E-Paper ein durchschnittliches Auflagenplus von 20 %. Bei weitem nicht nur die jüngere Zielgruppe nutzt das digitale Format: 67 % der 30- bis 49-Jährigen halten E-Papers für sinnvoll. Und auch die Generation 60+ wendet sich nach und nach merklich den Online-Angeboten zu.

Die Bereitschaft für Paid Content ist da
Das Geschäft mit zahlungspflichtigen Beiträgen und Pay Walls wird immer funktionsfähiger und trägt nach und nach positiv zu den Gesamtumsätzen der Medienhäuser bei. Ein qualitativ gutes Angebot, eine hochwertige Berichterstattung im Internet lassen sich immer mehr Menschen auch etwas kosten.

Insbesondere jüngere Zielgruppen informieren sich beinahe ausschließlich im Web über aktuelle Nachrichten. Eine Entwicklung, die sich weiterentwickelt. Das onlineaffine Publikum begeistert sich darüber hinaus auch für andere Web-Angebote wie Videos oder Podcasts, die wiederum als zusätzliche Vertriebskanäle von Medienhäusern und Zeitungen dienen können. Ein Paradebeispiel dafür ist DIE ZEIT. Die themenspezifischen Podcasts des Blatts (z.B. „ZEIT Verbrechen“) gehören zu den meistgehörten deutschsprachigen Podcasts überhaupt.
Crossmediales und Multi-Channel-Marketing lautet hier die erfolgsversprechende Devise. Kanalunabhängiger Content wird entwickelt, der sowohl im Print als auch online genutzt werden kann. Je enger Redaktion und Vertrieb verzahnt sind und Hand in Hand arbeiten – desto zielgerichteter die Aktionen, desto schneller und passender das Angebot.

Local Heros
Über diese Verzahnungen hinaus gibt es noch eine Entwicklung, die besonders im kirchlichen Medienkontext von Interesse ist: Lokale Nachrichten - hier liegt das eigentliche Geschäft, denn kein anderes Themenfeld besitzt diese Interessensballung wie Lokalnachrichten. Zudem gibt es keine Generationsgrenzen, denn alle Altersgruppen haben Interesse an lokalen Themen. Mit regionalspezifischen Inhalten und Besonderheiten, die die Leser in ihrer eigenen Lebenswelt abholen und Mehrwert für das örtliche Leben oder auch das Gemeindewesen bieten, lassen sich Zielgruppen binden und Nähe herstellen. Für die Kirche ist das eine echte Chance: Bistumszeitungen haben das Potential zum Local Hero und können das in Zukunft noch stärker ausspielen, sofern sie mit ihren exklusiven lokalen Nachrichten und Geschichten auf die Bedürfnisse der ansässigen Menschen eingehen, Antworten liefern und mit Angeboten und Informationen bereichern. Analog und oder digital sind Ihre lokalen Nachrichten das Potential von morgen.

Was bedeuten die Trends der Zeitungsbranche für kirchliche Medienhäuser? Wie können Sie in Ihrem Bereich digitale Angebote crossmedial ausbauen und damit Erlöse erzielen? Wie sprechen Sie die jüngere und auch kirchenfernere Zielgruppe an, ohne die Stammleserschaft zu verlieren? Bei der Ideenfindung, Umsetzung und Aufbereitung stehen wir Ihnen zur Seite. Für einen ersten, unverbindlichen Input nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.
 

Ihr Kontakt:
Birgit Pottler-Calabria
Telefon: 089/54 58 89 90
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