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Bild: Photomix Company/ Pexels.com

Medienmix & Digitalkompetenz: Trends im Verlagswesen

E-Paper, Printmagazin, Podcast - die Zukunft der Verleger und Verlagshäuser liegt im Medienmix. Das bestätigt auch in diesem Jahr die Studie „Trends der Zeitungsbranche 2022“, vorgestellt vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Unternehmensberatung SCHICKLER.

„Redaktionelle Inhalte der Zeitungen sind für alle Menschen interessant, egal welcher Altersstufe“, sagt dazu BDZV-Geschäftsführerin Katrin Tischer. „Die Altersstruktur bestimmt den passenden Ausgabekanal. Was die ältere Zielgruppe bevorzugt als gedruckte Nachricht konsumiert, bekommen junge Menschen am liebsten als Podcast auf die Ohren.“

Zeitungsverlage, die unterschiedliche Zielgruppen erreichen und sowohl ein älteres, als auch ein jüngeres Publikum ansprechen wollen, sind also dann zukunftssicher aufgestellt, wenn sie ihre Inhalte gedruckt und digital liefern. Paid Media ist dabei das zentrale Thema. Die Mehrheit schätzt deren Bedeutung als strategisch hoch oder gar als existenziell ein. Viele Verlage erwarten in den kommenden Jahren eine Entwicklung, wonach sich der Anteil des digitalen Kerngeschäfts am Gesamtumsatz verdoppeln wird. Rückgänge von Erlösen im Printbereich könnten durch das Digitalgeschäft leichter ausgeglichen werden.


Drei Trends sollen in 2022 die Zeitungsbranche krisenfest machen:

  • Digitale Erlöse durch Personalisierung steigern: Verlage bauen Algorithmen für personalisierte Angebote auf. Dabei liegt der Fokus auf Artikelempfehlungen und Newslettern. In der Unterhaltungsbranche und bei Online-Shops funktioniert das bereits. Für Verlage ist das Zusammenspiel von redaktioneller Entscheidung und Algorithmen wichtig. Auch mit Angeboten für die Nutzenden zur Auswahl bestimmter Interessen, wird experimentiert. Je personalisierter und damit passender die Inhalte, die einem vorgeschlagen werden, desto erfolgreicher.
     
  • Unterschiedliche Kanäle bei gleichen Inhalten: Mit einem Medienmix wollen die Verlage unterschiedliche Altersstufen erreichen. E-Paper-Nutzende sind im Schnitt 20 Jahre jünger als die Print-Leserschaft. Gleichzeitig gilt das E-Paper als Brücke hin zu Paid Content. Reine Digital-Abonnenten sind im Schnitt weitere 20 Jahre jünger, der Schwerpunkt liegt hier auf den Mitte 30- bis 40-Jährigen. Podcasts und weitere neue Angebote erreichen eine nochmals jüngere Zielgruppe.
     
  • Mehr Digitalkompetenz inhouse: Fast zwei Drittel der Verlage planen, im eigenen Haus Knowhow und Infrastruktur im digitalen Bereich auszubauen: Datenanalyse, Speicherung und digitale Strukturen. Je mehr digitale Produkte auf den Markt gehen, desto wichtiger sind digitale Kompetenzen. Digitale Produkte ermöglichen eine Vielzahl innovativer Ansätze für Datenanalysen und ein Verständnis für die Leser:innen und Inhalte. Mit Monitoring können das Verhalten der Leser immer besser analysiert und darauf reagiert werden. An welchen Punkten steigt die Absprungrate? Welche Kampagnen für Abo-Modelle werden geklickt? Je besser Verlage Zielgruppen und Leserschaft verstehen, desto passgenauere Angebote können geschaffen werden.
     

Die kirchliche Medienlandschaft steht denselben Herausforderungen gegenüber wie die säkulare Verlagsbranche. Die MDG konnte Ende des vergangenen Jahres hinter die Kulissen der FAZ blicken und neue Erkenntnisse rund um den Aufbau eines modernen Digitalangebots gewinnen. Den Artikel finden Sie hier.

Gerne helfen wir auch Ihnen bei der Entwicklung und Umsetzung Ihrer Ziele wie z.B. zukunftsfähiger, redaktioneller Konzepte. Zur eigenen Einschätzung können Sie sich für eine kurze Bestandsanalyse folgende Fragen stellen:
 

  • Welche Kanäle sind für Ihr Haus die zukunftsfähigen?
  • Wie bereiten Sie Ihre Inhalte auf für jüngere Zielgruppen, für digitale Angebote?
  • Wie kommen Sie zu digitalen Erlösen?
  • Welche Digitalkompetenzen helfen Ihnen?
  • Welche Strukturen unterstützen Ihre redaktionelle und verlegerische Arbeit?



Wir unterstützen gern.

Ihre Kontakte:
Birgit Pottler-Calabria
pottler-calabria@mdg-online.de

und

Ariadne Klingbeil
klingbeil@mdg-online.de



Quelle:
Repräsentative Studie „Trends der Zeitungsbranche 2022“, vorgestellt vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Unternehmensberatung SCHICKLER, vorgestellt am 02.02.2022

Zur Studie:
An der Studie „Trends der Zeitungsbranche 2022“ haben 71 Verleger und Geschäftsführer:innen, 39 Chefredakteur:innen und 45 Digital-Publisher:innen teilgenommen. Sie repräsentieren nach verkaufter Auflage 61 Prozent der Zeitungen in Deutschland.

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