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Foto: Cottonbro/ Pexels.com

Tik Tok – gekonnt authentisch sein

In nur zwei Wochen hat der TikTok-Kanal des Erzbistums Bamberg bereits über 800 Follower auf TikTok gewonnen.

Mit sechs Videobeiträgen auf inhaltlicher Augenhöhe des Zielpublikums wird gezeigt, dass die Plattform für die katholische Kirche großes Potenzial bietet. Wir haben dazu Laura Pagan, CEO der UnitedCreators OLP GmbH befragt, sie sagt: „Da der Algorithmus von TikTok vor allem auf Interaktionspotenzial und Watchtime achtet, können hier auch sehr kleine Kanäle eine riesige Reichweite generieren."

Erfolgreicher Start
Mit messbarem Erfolg von inzwischen, durchschnittlich 12.000 Views, 270 Likes und 30 Kommentaren und dem ersten “Hit-Video” mit über 130.000 Views, zeigt der Kanal, wie die charakteristische Dynamik der Plattform, die “jedem” eine Chance gibt, funktioniert. „Hierbei steht im Vordergrund, dass der Algorithmus von TikTok zunächst Interaktivität und Reaktion von Inhalten testet und bei Erfolg in mehrstufigen Prozessen immer weiterverbreitet.“ ergänzt Frau Pagan. Das Erzbistum Bamberg greift in seiner Inszenierung in den ersten Beiträgen auch auf humoristische und für die Plattform üblichen popkulturelle Referenzen zurück und schafft so eine direkte Nahbarkeit, die das Vorurteil “alte, traditionelle Kirche” aktiv für die neue Generation aufweicht. Diese Herangehensweise und der selbstreferenzielle Humor, gepaart mit Information, aber auch das Aufgreifen von durchaus kritischen Diskussionselementen erleichtern neuen Zuschauern den Einstieg auch in religiöse Inhalte und schaffen einen authentischen Charakter. In den Kommentaren zu den Beiträgen sieht man, dass der Interaktionsbedarf bei diesen Videos mehr angeregt wird, als auf vergleichsweisen Posts auf Instagram.

Mit Kritiik auseinandersetzen
Es werden bei aktuellen, mitunter auch brisanten Themen, die in den Videos angesprochen werden, wie “die katholische Kirche hat auf TikTok nichts zu suchen” oder “auch Frauen arbeiten in der katholischen Kirche” im Durchschnitt ca. 30 Kommentare gepostet. Hier ist zu betonen, dass der Diskurs auch die negative Presse und aktuelle Kritiken der Kirche aufgreift. Es findet ein aktives Community Management statt, dass vereinzelt auf Kommentare reagiert und mitunter auch weitere Quellen zur Information hinzufügt. Kritische Stimmen und der hier geübte Umgang mit diesen scheint für die Verbreitung der Videos auf der Plattform durchaus von Vorteil zu sein, da auch kritische Kommentare zur Interaktion beitragen und die Aktivität des Erzbistums Bamberg auf der Plattform zum Diskurs einlädt. Wie bereits in Kommentaren angekündigt, plant das Bistum zukünftig auch weitere inhaltliche Beiträge. Die inhaltlichen Ansätze zeigen Community Potenzial, deren Ansprache über den Kern von aktiv praktizierenden Katholiken hinausgehen kann. Die hier präsentierte Selbstreflektion und humoristische Ansätze, die aktiv auf der Plattform etablierten Symbolsprache beruhen, weisen zukünftiges Wachstumspotenzial auf der Plattform auf. Über den aktuellen Community-Kern von aktiv praktizierenden Katholiken, wie es auf anderen sozialen Netzwerken üblich ist hinaus, kann hier durch aktuelle und reflektierte Videos ein sehr großes Interesse und Interaktionspotenzial generiert werden.

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