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Foto: Maria Teneva/ Unsplash

Work hard, pray hard – die Zukunft der Ordensgemeinschaften

Aktuell gibt es in Deutschland 105 Frauengemeinschaften mit 1000 Niederlassungen und 12500 Ordensfrauen, sowie 50 Männerorden in 390 Niederlassungen und 3500 Ordensmänner.* Beindruckende Zahlen, gemessen an der Tatsache, dass man im Alltag eher selten einen Habit zu sehen bekommt.

Diese Wahrnehmung trügt jedoch nicht. In den letzten 25 Jahren ist die Zahl der Ordensmänner und Frauen um 2/3 zurückgegangen. Zahlreiche Standorte mussten aufgegeben und aufgelöst werden.

Der Demografische Wandel und die Entfremdung der Gesellschaft von kirchlichen Strukturen spielen eine große Rolle: 80% der Ordensschwestern und -brüder sind über 65 Jahre alt, Nachwuchs durch Neueintritte ins Kloster gibt es nur wenig. Dies wird in den nächsten 10 – 15 Jahren gravierende Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der Klosterstandorte und ihrer Aufgaben mit sich bringen. Das verbleibende Fünftel erwartet ein tiefgreifender Prozesswandel.

Die Chancen sind da
Und dennoch: Klöster spielen als “Andersort” in ihrem Einzugsgebiet nach wie vor eine große Rolle. Sie geben Möglichkeit zum Rückzug aus hektischem Alltag, oder lassen manche Kirche ganz anders erleben. Sie sind Naherholungsort und Anziehungspunkt, zumeist in der Gastronomie und im Hotelgewerbe. Viele Menschen schätzen aber auch das persönliche Gespräch mit Ordensleuten, deren Lebensgeschichte und dass da jemand ist, der Zeit hat. Bei aller Geschichtsträchtigkeit - wesentlich für ihre Attraktivität ist die Repräsentation der Klöster nach außen, damit Menschen, ob kirchenfern oder -nah, diese spirituell und historisch so wichtigen Orte auf ihrem Radar behalten.  

Das gilt auch für den Eintritt in eine Ordensgemeinschaft. Auch wenn die Bindung zu Religion und Kirche schwächer wird: Auf der Suche nach einem sinnerfüllenden Lebensweg sind die meisten jungen Menschen. Nur führt dieser Weg mehrheitlich nicht in einen kirchlichen Beruf oder gar zu einem Berufungserlebnis.

Berührungspunkte schaffen
Um einen Eintritt ins Kloster jedoch überhaupt erst in Betracht zu ziehen, braucht es bis zu dieser Entscheidung Berührungspunkte mit Gott, klösterlichem Leben und der dortigen Gemeinschaft.

Trotz schwindender Woman- und Manpower stehen Orden daher mehr denn je vor der Herausforderung, mit ihren Mitgliedern und der besonderen Kraft ihrer Orte dem säkularen Menschen von heute ein echtes Angebot zu machen.  Das Zauberwort, gerade in Zeiten schwindender Ressourcen: Kommunikation. Ordenshäuser haben etwas zu bieten, aber sie müssen darüber reden und ihre Kommunikation nach außen erfolgreich aufstellen und planen, um potentielle Berufene zu erreichen. In unserer sich immer schneller drehenden Leistungsgesellschaft sehnen sich viele Menschen nach Entschleunigung, wahrhaftigen Inhalten und der Sicherheit einer festen Gemeinschaft. All das und mehr können Klöster und Orden ihnen bieten – nur gilt es dies auch zu kommunizieren und als reelle Option in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

Botschaften, die gehört werden
Auch wenn die sinkenden Mitgliederzahlen der Ordensgemeinschaften eher traurig stimmen, der Abgesang ist nicht notwendig. Aber für den Fortbestand und den Nachwuchs der Klöster und Ordensgemeinschaften ist es entscheidend, den angesprochenen Veränderungen aktiv gegenüberzutreten, sie anzunehmen und kommunikative Zukunftskonzepte zu erarbeiten, mit denen die Botschaften der Klöster gehört, gesehen und verinnerlicht werden. Das Ordensleben hat Stärken, und die gilt es zu kommunizieren.

Was sind Ihre ganz persönlichen kommunikativen Herausforderungen und Ziele? Gerne unterstützen wir Sie dabei.
 

Ihr Kontakt:
Gregor Soszka
Tel.: 089 / 54 58 89 18
soszka@mdg-online.de


*Quelle: www.orden.de, Zahlen & Fakten,  31.12.2020

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